Das Handy immer dabei – selbst unter der Dusche

Nicht ohne mein Handy
Deutsche im Dauerstress: Viele Bundesbürger sind mittlerweile rund um die Uhr telefonisch erreichbar.
Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

Zwischen 21 und 24 Stunden pro Tag ist mehr als jeder dritte Bundesbürger privat wie beruflich telefonisch erreichbar. Mit 39 Prozent sind Frauen dies im Vergleich zu Männern mit 33 Prozent sogar noch etwas mehr. Selbst bei den über 70-Jährigen ist es üblich, dass jeder Dritte fast mehr als 21 Stunden pro Tag Anrufe entgegennimmt – so die Ergebnisse einer Online-Befragung der Stiftung Internetforschung. Die Studie wurde von den Ergo Direkt Versicherungen beauftragt.

22 Prozent der Umfrageteilnehmer lassen sich von einem Telefonat sogar aus dem Schlaf klingeln. 13 Prozent der jüngeren Befragten sowie fünf Prozent aller Befragten nehmen Telefonanrufe sogar beim Duschen an – und auch der Gang zur Toilette hält kaum noch davon ab: 27 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sehen kein Problem, dort zu telefonieren. Eine SMS würden sogar 61 Prozent der Befragten unter 30 Jahren auf dem stillen Örtchen lesen. Verpönt und damit tabu scheinen Telefongespräche nur noch beim Arzt, im Kino oder während eines Gottesdienstes zu sein.

Vor allem bei den Jüngeren ist das Handy zum dauerhaften Begleiter avanciert: Für 81 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren gilt der erste Blick am Morgen dem Mobiltelefon. Auch danach blicken sie bis zu fünfmal pro Stunde auf das Display ihres Mobiltelefons – selbst wenn sie kein entsprechendes optisches und akustisches Signal vernommen haben. Jeder Vierte ist regelrecht beunruhigt, wenn auf dem Mobiltelefon einen Tag lange keine Nachrichten oder Anrufe eingehen. Auch das sogenannte “Phantomklingeln” ist bei vielen der Befragten bereits aufgetreten: Mit 45 Prozent hat sich nahezu die Hälfte der Befragten schon einmal eingebildet, ihr Handy klingen zu hören, obwohl dem nicht so war.

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